Frohe Weihnachtswünsche


Ihr Lieben,

mein erstes Jahr als Bloggerin neigt sich dem Ende zu und auch ich gehe nun in Winterpause. Es war ein aufregendes und erlebnisreiches Jahr, das ich mit Euch teilen durfte. Ich danke Euch für Eure Treue, Eure Likes und Eure Kommentare.

Euch allen wünsche ich ein wunderschönes, friedliches Weihnachten und einen fabelhaften Start in das kommende Jahr. Zu Weihnachten wünsche ich mir einen neuen Jahresbeginn mit weniger schrecklichen Neuigkeiten, dass wir Menschen endlich alle vernünftig werden und friedlich miteinander, nebeneinander und beieinander leben können.

Wir sind nicht alle gleich. Viele scheint das abzuschrecken und Angst zu machen. Mich macht die Vielfalt der Welt glücklich. Was kann es Bereichenderes geben, als verschiedene Kulturen, Sprachen und Religionen?

Ich hoffe auf ein neues Jahr, in dem Ängste überwunden werden und die Dummheit besiegt wird, jedoch ohne Waffen.

In diesem Sinne,

bis nächstes Jahr, Eure Anna Avital

 

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Verführung


Du bist die Versuchung
die ich mich traue zu kosten
Du bist die Verführung
die jede Frau rumkriegt

Ich sehe deine Stärke
in deinem perfekten Körper
Ich fühle deinen weichen Kern
wenn ich dich berühre

Sie wollen dich haben
doch ich geb dich nicht her
Sie sagen du würdest mir schaden
doch ich habe unfassbaren Mut

Du blickst mich an
mit deiner samtig braunen Haut
Ich kann nicht anders
als dich zu vernaschen

Mein geliebter Schokokuchen
das alles kannst nur du

Alpträume


„Warum schreist du mich an?“ frage ich ihn. Ich versuche ruhig zu bleiben. Doch er kann er es nicht. Schreit mich an, dass mein Freund ein Jammerlappen ist, macht sich über den „Hempfling“ lustig. Meine Schwester mischt sich ein, bittet ihn, still zu sein. Doch er lacht nur. Er scheint verrückt zu werden. Ich tue mir das nicht an, soll sich meine Schwester doch alleine mit meinem verrückt gewordenen Schwager auseinandersetzen. Ich nicht! Mit einem lauten Knall schlage ich die Tür hinter mir zu. Das Geschrei ist noch bis unten ins Treppenhaus zu hören. Mir tut meine Schwester leid, aber ich muss einfach hier raus. Ins Café, auf andere Gedanken kommen. Am Marktplatz hat ein Neues eröffnet. Über fünf Etagen zieht sich das vollständig verglaste Haus. Das werde ich mal ausprobieren.

Kaum habe ich meine Bestellung bei der netten Kellnerin abgegeben, geschieht draußen etwas. Zwei ausländisch aussehende Männer rennen durch die Menschenmenge. „Oh Gott“ rufe ich laut aus, als ich ihre Gesichter sehe. Diese beiden Menschen sind panisch. Ich kann es sofort erkennen. Sie rennen um ihr Leben. Hinter ihnen laufen fünf Männer mit Schlagstöcken. Die Menschenmenge teilt sich, anstatt den beiden Menschen zu helfen. Und im Café ertönt eine Durchsage: „Draußen werden soeben Flüchtlinge gejagt. Wie furchtbar! Wir hoffen jedoch sehr, dass wenigstens die Schlagstöcke muslimisch gesegnet wurden, damit die beiden Männer nicht auch noch ihre Ehre verlieren, wenn sie schon sterben müssen.“ Ich kann es nicht fassen, springe auf, schreie die Leute an, etwas zu tun. Doch in diesem Moment wird eine Granate durch eine Fensterscheibe des Cafés geworfen. Alle gehen in Deckung, auch ich. Kurz darauf fliegen weitere Granaten durch die Fenster. Drinnen und draußen bricht eine Massenpanik aus. Alle Besucher versuchen so schnell wie möglich aus dem Café zu kommen. Ohne Rücksicht auf andere. Niemand sieht mehr, ob er gerade auf einem anderen Menschen herumtrampelt und was links und rechts passiert. Ich bin die Einzige, die nach oben rennt. Ein absurder Gedanke verfolgt mich: „Im Film rennen die Opfer immer nach oben und jedes Mal ist es ihr größter Fehler.“ Doch ich will nicht plattgedrückt werden und laufe deshalb dorthin, wo niemand hin möchte, in die letzte Ecke am oberen Ende.

Es vergehen Stunden, bis sich die Lage beruhigt hat und ich mich unbeschadet aus meinem Versteck hervorwage. Ich renne die vier Stockwerke herunter. Auf meinem Weg sehe ich Körper von Leichen. Überall ist Blut. Es stinkt nach Fäkalien und Verbranntem. Als ich im unteren Bereich ankomme, bemerke ich, dass ich meine Tasche vergessen habe. Alles in mir wehrt sich dagegen, erneut den Weg des Grauens entlang zu laufen. Doch in dieser Tasche ist alles drin, meine Schlüssel, meine Papiere… Ich atme tief ein und aus und renne wieder zurück zu meinem Versteck. Im letzten Stockwerk biege ich um die Ecke. Zu meiner rechten Seite ist ein bodenlanger, roter Samtvorhang aufgehangen, der den Küchenbereich vom Gästebereich abtrennt. Ich sehe Füße darunter. Da steht jemand und dieser Mensch ist nicht tot. Egal, ich renne weiter. Ich will einfach nur noch hier raus und nach Hause. Ich schnappe meine Tasche und laufe wieder zurück. Als ich auf dem Rückweg erneut an dem Vorhang vorbeikomme, sind die Füße weg. Mir wird übel, aber ich laufe weiter. Nach draußen an die frische Luft, einfach nur raus. Draußen angekommen, sehe ich eine reine Verwüstung. Zersplittertes Glas, verletzte, weinende Menschen. Sanitäter und Polizisten, scheinbar ebenfalls komplett überfordert. Wie in Trance bewege ich mich durch die Menge. Niemand scheint mich zu bemerken. Doch ich bemerke jemanden. Ich drehe mich nach hinten. Da sehe ich sie, die Schuhe, die unter dem Samtvorhang gestanden haben. Ein Mann trägt sie und auch er scheint nicht sichtbar für die anderen. Doch ich sehe etwas in seinen Augen. Ich weiß, dass er mich verfolgt. Was will er bloß von mir? Ich renne los, um die nächste Ecke, traue mich nicht, mich noch einmal umzudrehen. Da steht plötzlich meine Freundin Nina vor mir. Gott sei Dank. Ich nehme sie so fest in den Arm, wie noch nie zuvor. Ich bin nicht mehr alleine. Sie ist mein rettender Anker. Nie wieder will ich sie loslassen. Ich flüstere ihr ins Ohr: „Hilf mir. Ich werde verfolgt. Du musst bei mir bleiben.“ Sie nimmt meine Hand und geht mit mir in einen belebten Biergarten. Dort ist es so friedlich, als wäre das alles gar nicht passiert. Die Vögel zwitschern, die Menschen lachen, essen gemeinsam, prosten sich gegenseitig zu. Wir setzen uns auf eine Bierbank. Nina lächelt mich an und sagt „Hier bist du in Sicherheit. Es kann dir nichts passieren. Erzähl mir, was passiert ist.“ Ich merke, wie ich mich so langsam wieder sicher fühle und beginne zu reden. All das Leid, was ich gesehen habe, schildere ich ihr und schließe ab mit den Worten: „Und dann dieser Mann, der mich verfolgt hat… Ich glaube er ist einer der Attentäter, die die Granaten auf unser Café geworfen haben. Ich kann es nicht beweisen, aber ich fühle das.“ Nina starrt mich an, scheinbar gebannt von meinen Erzählungen. Ich drehe meinen Kopf weg von ihr, doch schrecke sofort zurück. Links von mir sitzt mein Verfolger, direkt neben mir, auf meiner Bierbank. Ich weiß nicht, wie lange er dort schon sitzt. Er lächelt mich an. Panisch drehe ich meinen Kopf zu Nina und will schreien. Doch ich bekomme keinen Ton heraus. Sie lächelt mich ebenfalls an und sagt: „Tja, du solltest halt genau aufpassen, welche Freunde du dir aussuchst.“ In diesem Moment weiß ich genau, was auf mich zukommen wird.

Plötzlich wache ich woanders auf. In meinem Bett, schweißnass gebadet. Panisch schaue ich mich um. Doch da ist niemand. Keine Bedrohung mehr. Es war nur ein schrecklicher Traum. Immer und immer wieder sage ich mir das, um mich zu beruhigen. Bevor ich aufstehe, atme ich erstmal tief ein und aus. Auf dem Weg zu meiner Espresso-Maschine geht mir das Geträumte noch einmal durch den Kopf. Mein Puls ist weiterhin erhöht. Während der Espresso nach und nach seinen unwiderstehlichen Duft in meiner Wohnung entfaltet, schalte ich das Radio ein. Ich schütte mir eine Tasse ein und genieße die Musik. Doch nach nur einem Song folgen die Nachrichten.

Gebannt lausche ich den Schlagzeilen des heutigen Morgens:
– Familienstreit eskaliert: Mann bringt Ehefrau um
– Frankreich wählt Rechts
– Erneuter Angriff auf Flüchtlinge
– IS-Anschlag: 15 Menschen sterben
– Freunde von Attentäterin berichten: Sie war so eine nette, lebenslustige Person

Meine Tasse wiegt auf einmal 50 Kilogramm. Ich muss sie fallen lassen, da ich sie nicht mehr halten kann. Und zugleich kommt mir die erschreckende Erkenntnis. Der Alptraum von heute Nacht ist noch lange nicht vorbei…

Liebe ihres Lebens


„I will love you until the day I die.“ Immer wieder diese Worte. Die magischen Worte, die sie einfach nicht losließen. Die Worte, weshalb sie ihn nicht loslassen konnte. Eine Urlaubsbekanntschaft, die zu so viel mehr geworden war, als sie sich jemals erträumt hätte. Die Liebe ihres Lebens. Ihr Ehemann. Ein Ire. Oh Mann, ihre Eltern waren durchgedreht, als sie ihnen gestand, dass sie sich in Luke verliebt hatte und zu ihm nach Irland ziehen würde. Sie versuchten, sie daran zu hindern, an ihre Vernunft zu appellieren. Glaubten, er wolle nur an ihr Vermögen, das sie von ihrem verstorbenen Mann geerbt hatte. Doch keine Chance. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen. Wie hätte sie anders gekonnt, als zu ihm zu ziehen und diesen wunderbaren Mann zu heiraten? Gar nicht. Sie waren füreinander bestimmt. Sie hatte keine einzige Sekunde gezögert und sie hatte Recht behalten. Das pure Glück. Es hatte sie angesprungen. Endlich hatte sie den Richtigen gefunden. Und noch jetzt sah sie ihm voller Liebe in seine wunderschönen blauen Augen. Sie wollte ihn nicht loslassen, doch er zwang sie dazu. Er drückte sie weiter hinunter ins Moor, das sie nach und nach verschlang und ihr den Atem nahm. Ihre Eltern hatten wohl Recht gehabt, doch sie bedauerte noch in der Sekunde ihres Todes kein bisschen ihre Entscheidung. Es war die schönste Zeit ihres Lebens, mit ihm, ihrem Mann und ihrem Mörder.