Du bist schuld – Teil 183


Sieben Monate nach der Schuld
Wangerooge:

Langsam drehte sie sich um. Tränen schossen in ihre Augen, ihr Gesicht wurde kreidebleich. Ihre Mimik ganz offensichtlich durch Schmerz und Trauer verzerrt. Sie zitterte am ganzen Körper, während sie ihn ansah. Er stand einige hundert Meter von ihr entfernt, lächelte und winkte ihr zu. Auf einmal stand ihre neue, soeben noch friedliche Welt still, sie hörte und spürte nichts mehr, außer den Schmerz der alten Welt, der sie innerlich zerriss. Seine pechschwarzen Locken wehten im Wind. Immer noch gutaussehend, wie damals. Übelkeit übermannte sie. Und plötzlich war ihr alles klar. Sie wusste, dass es nur eine einzige Rettung für sie geben konnte. Zehn Meter vor sich sah sie einen älteren Mann, der gerade mit einem scharfen Messer einen Krebs auseinandernahm. Ohne zu zögern, rannte sie auf ihn zu, stieß ihn zur Seite, schnappte sich in Sekundenschnelle das Messer und rammte es sich mit ihrer letzten Kraft selbst ins Herz. Dreimal hintereinander, bis sie schließlich zusammenbrach. Vier Minuten später war sie tot.

 

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