Gedichte


En Teil vom ICH (2016)

Hey du, ja du. Komm her, hör mir zu. Eine Geschichte gibt es zu erzählen. Doch gib Acht. Diese Zeilen sind keine Pracht.

Hast du schwache Nerven, wirst du sie nicht überstehen. Sie handelt von einem Teil vom ICH, der, der mir ward komplett entwischt.

Nach jahrelangen Quälereien ging er einfach weg. Und was blieb, war nur ein leerer schwarzer Fleck.

„Du kannst doch nicht gehen“, schrie ich ihn an. Doch er wollte mich nicht verstehen, ebenso wie all die Jahre lang. Keiner von uns wollte gehen und diesen Scherbenhaufen ansehen.

Doch es ging nicht mehr weiter. Lebensaufgabe bestand in Qual. Muss man sich denn selbst aufgeben, nur um den anderen Teil vom ICH zu leben?

Kann der Schmerz die Sünde sein, wenn er doch so sehr gewollt? Dürfen die anderen dir sagen, du darfst DAS nicht länger ertragen?

Kannst du noch selbst zu dir stehen, wenn der Teil vom ICH wird gehen? Tiefe Leere, schwarzer Schein, keine Freude wird mehr sein.

Der Teil vom ICH musste gehen, weil die Kraft nicht mehr reichte für den weiteren Kampf. Doch nun? Was hab ich gewonnen? Bin ich nun reicher? Spüre ich mich wieder selbst? Bin ich glücklich?

Der Teil vom ICH ist weg und mein ICH wird es nie wieder geben. Warum konnten wir nicht einfach nach gemeinsamen Glück streben?

Nun ist es zu spät. Alles was bleibt, ist der andere Teil, der so allein gelassen keinen Schritt mehr geht.

Das, was uns bleibt (2016)

Was uns bleibt
ist der innere Drang
der uns antreibt

Haben wir aufgegeben
folgt der Zwang
lässt Energien neu aufleben

Liegen wir am Boden
hilft er uns heraus
aus den Dürreperioden

Was ist es bloß
diese starke Macht
die uns gibt den Anstoß

Das sind wir
ganz allein
unser Lebenselixier

Darauf können wir zählen
in den Zeiten
in denen wir uns quälen

Das was uns bleibt
ist die Liebe in uns selbst
die das Leben beschreibt

Er gehört zu mir (2016)

Sie klingelte an meiner Tür
komm herauf sagte ich ihr
tritt heran – ganz nah zu mir

Als sie die Treppe bestieg
sah ich ihn bereits
meinen großen Sieg

Die Umarmung so sanft
eröffnete ich alsbald
den arglistigen Kampf

Ich drückte sie fest
bis sie begriff
dies war kein sicheres Nest

Sie begann sich zu wehren
doch diese Wärme
konnte ich nicht mehr entbehren

Grob entriss ich ihn ihr
dass auch sie verstand
nun gehörte ihr Mantel mir

Dann schmiss ich sie raus
und kostete stundenlang
meinen Triumph in neuer Hülle aus

Als du mich noch liebtest (2016)

Als du mich noch liebtest
war ich die Einzige für dich
und du die starke Hand für mich

Als du mich noch lobtest
wie hell ich für dich scheine
ersetztest du mir die fehlenden Beine

Als du mich noch hieltest
da ich allein zu schwach
teilten wir beide noch ein Gemach

Als du mich noch glücklich ansahst
weil ich dir Licht im Leben spendete
ahnte ich nicht dass das Blatt sich wendete

Als du mich schließlich packtest
und aus deinem Leben warfst
während mein Herz in tausend Stücke zerbarst

Da wurde ich belehrt
du warst es nicht wert
kein Lichtstrahl den ich dir umsonst gab
bevor ich für eine neue Lampe starb

Eure Geschicht´ (2016)

Er erzählt mir eure Geschicht´
als er sich wischt
die Tränen aus dem Gesicht

Sagt, er könne nicht verstehen
was da geschehen
dass er dich ließ gehen

So sehr habt ihr euch geliebt
doch manchmal ist die Liebe
ein viel zu schwerer Trieb

Er wusste, du warst perfekt
doch hattest du ein Problem
hat er dich damit doch nur geneckt

Er dachte, du bleibst für immer
egal wie sehr er dich verletzte
jetzt ist sein Schmerz viel schlimmer

Er wünscht so sehr, du kämst zurück
ich auch
sein Schmerz macht ihn verrückt

Doch ich weiß, du tust‘s nicht
ist zu spät
ich schaue in sein trauriges Gesicht

Verführung (2015)

Du bist die Versuchung
die ich mich traue zu kosten
Du bist die Verführung
die jede Frau rumkriegt

Ich sehe deine Stärke
in deinem perfekten Körper
Ich fühle deinen weichen Kern
wenn ich dich berühre

Sie wollen dich haben
doch ich geb dich nicht her
Sie sagen du würdest mir schaden
doch ich habe unfassbaren Mut

Du blickst mich an
mit deiner samtig braunen Haut
Ich kann nicht anders
als dich zu vernaschen

Mein geliebter Schokokuchen
das alles kannst nur du

Wenn die Handys mit den Menschen… (2015)

Ich finde es schlimm
mit anzusehen
wie die Handys mit ihren Menschen
durch die Straßen gehen

Wie sie begaffen
das Leid des anderen
und dieses filmen
wie sonst im Zoo die Affen

Wie die Besitzer der Handys bilden
einen Kreis aus Schaulustigen
der lachend beguckt
wenn ein Mensch vor Schmerzen zuckt

Wie die Handys sich vernetzen
mit den Social-Media-Kanälen
um auf Youtube zu präsentieren
was sie soeben aufgenommen haben

Wie die anderen Gaffer
sich daran laben
und sogar die Kinder am „virtuellen Spaß“
teilhaben

Ich finde es schlimm
so etwas zu sehen
wie kann es so weit kommen
diese Frage macht mich echt benommen

In seinem Namen (2015)

Es ist der Missbrauch in seinem Namen
dabei wollen wir uns doch nur an den Gaben
des jeweils anderen laben

Es gibt keine Rechtfertigung für unser Tun
bald ziehen wir noch auf den Mond
weil wir es auf der Erde zusammen nicht ertragen
denn wir hinterlassen nur noch Narben

Warum schreiten wir nicht ein
lassen den Nachbarn in Frieden Nachbarn sein
nehmen uns selbst mal nicht so wichtig
wäre das in seinem Namen nicht auch richtig

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
hatte er das nicht mal gefordert
doch heute werden nur noch Waffen geordert
und die Frau wird dank Feminismus zum Kriegsheld

Ist das überhaupt noch seine Welt
die verstümmelt wird mit unserm Geld
Kriege, Klima-Katastrophen, Korruption
was für ein Gottes-Hohn

Es ist der Missbrauch in seinem Namen
dabei wollen wir uns doch nur an den Gaben
des jeweils anderen laben

Halleluja, alles in seinem Namen!

Für immer (2015)

Halt mich fest
damit ich weiß
dass du mich nicht verlässt

Berühr mich jetzt und hier
damit ich spür´
du bist immer noch bei mir

Sprich ein Wort
damit ich merk´
wir beide bleiben am selben Ort

Hauch mich an
damit ich fühl´
du bleibst mein Mann

Halt mich fest
damit ich weiß
dass du dieses Mal
für immer bleibst

Wave of emotion (2015)

When I look at the ocean
I start thinking about the life
I see the ocean as the world
and the wave as an emotion

Sometimes emotions are overrunning you
at other times they are really quiet and relaxed
and life goes on without interruptions
but than a storm takes all the safety
the emotions are overwhelming
and lead into a Tsunami

As well as the ocean is made of waves
the life is made of emotions
and after every storm
will follow a silent little wave of hope

Alte Mauern (2015)

Häuser bleiben bestehen
selbst wenn wir für immer gehen
die Frage die sich stellt
wird irgendwer unsere Seele darin sehen

Alte Mauern aus Stein oder Holz
egal aus welchem Material
in all diesen steckt unser Stolz

Übrig bleibt nur noch eine Hülle
die jemand anders ersetzt
durch seine persönliche Fülle

Die Häuser bleiben bestehen
doch wir müssen gehen

All das, was wir sein sollten… (2015)

All das was wir sein sollten
finden wir in ihr

Die formvollendete Schönheit
ihres makellosen Aussehens
die bunten Farben
ihres natürlichen Kleides
die Energie
ihrer nie endenden Gewalt

Die geschmeidigen Bewegungen
ihres Tanzes im Wind
die Verlässlichkeit
ihrer Unberechenbarkeit
der verständliche Dialog
ihres monotonen Monologs

All das was wir sein sollten
finden wir in ihr
der unvergleichlichen Natur

Tag am Meer (2015)

Dieser Tag am Meer
war so unendlich leicht
überhaupt nicht schwer

Das Meer dank Ebbe seicht
als sie kam die Flut
wurde er energetisiert mit Wut

Denn das Wasser kam zu spät
er hatte nicht überlebt
der wunderschöne Fisch
nun serviert an unserem Tisch

Gott führt Regie (2015)

Ich beobachte Land und Leute
denke immer wieder mal
was für eine komische Meute

Frage Gott
ob er es wirklich so wollte
dass wir vom Natürlichen weggehen
unser Gegenüber nicht mehr ansehen

Doch Gott gibt mir keine Antwort
wahrscheinlich ist er beschäftigt
und dreht grad den neuen Welten-Tatort

Ohnmacht ohne Macht (2015)

Es ist die Ohnmacht
die mich anleitet
weil ich es ablehne
dass sie mich begleitet

Es ist der Stillstand
der mir reicht
seine lahme Hand
und mich zur Bewegung anleitet

Es ist der Lärm
der mir tönt
in meinen Ohren
und meinen Körper zur Ruhe geleitet

Nicht eine Sekunde
gebe ich mich der Ohnmacht hin
jeder Stillstand
erweckt meinen Bewegungssinn
und der Lärm
führt mich immer weiter zu mir selber hin

Der goldene Zopf (2015)

Es saß fest verankert in seinem Kopf
das Bild von ihrem goldenen Zopf

Die Sehnsucht nach ihm wiegte schwer
sein Innerstes fühlte sich unsagbar leer

Er versuchte das Bild zu vertreiben
nicht mehr alleine zuhause zu bleiben

Doch egal wohin er auch ging
er blieb ein trauriger Jüngling

Konnte es nicht vergessen
war von diesem Bild besessen

Es war für ihn voller Farben
doch die konnte er nicht ertragen

Also nahm er sich den Zopf
den sie versteckt hatte in einem Topf

Und ließ ihn sich schmecken
die Butterreste von dem Finger lecken

Nachdem sie starb (2015)

Es tat ihr leid
dass sie ihn verließ
nachdem sie für ihn starb

Sie fühlte sein Leid
das ihr verriet
dass er zerbrach

Er liebte sie
so sagte er
doch ließ sie nicht sehen

Sie liebte ihn
spürte es
doch wollte nun gehen

Er hatte zerstört
jedes Vertrauen
durch all seine Lügen

Sie hatte erhört
ihr Misstrauen
und ging für immer fort

Liebes-Spiel (2015)

Sie hörte die Schritte im Bad
freute sich darüber
dass sie war so smart

Tat so als würde sie nichts hören
wollte so tun
als würde er sie stören

In Wahrheit konnte sie es nicht erwarten
ihn zu sehen
und mit ihm aneinander zu geraten

Dann stand er hinter ihr
sie schaute nicht hin
trotz ihrer großen Gier

Doch plötzlich war er fort
sie hatte übertrieben
mit all ihren Spielen

Ihn hatte sie vertrieben
und sie selbst
war allein zurückgeblieben

Wasserdampf im Spiegel (2015)

Ich sah den Wasserdampf
im Spiegel
als sich aufbäumte der Kampf

Ich sah die Worte
„Geh nicht fort“
die ich noch immer horte

Ich spürte die Hitze
mein Herz
trafen eiserne Blitze

Als ich mich wandte
zu dir
sah ich die steile Kante

Und ich erkannte
es war der Wasserdampf
der mich übermannte

Nicht du standest
hinter mir
es war nur die Sehnsucht
nach dir

Wirst du dich erinnern (2015)

Ich fragte dich
wirst du dich erinnern
an mein Gesicht

Du sagtest
aber natürlich
was fragst du dies

Ich wusste von dir
und deinem wahren Ich
das verschlang
jegliche Erinnerung
so unheimlich

Heut sitzt du hier
direkt vor mir
kannst dich nicht erinnern
fragst wer die Frau ist
die dir gegenüber sitzt

Hat alles verschluckt
deine Demenz
jeden vergessen
der dich noch kennt
von früher einmal

Lang ist dies her
wir sind gleich geblieben
doch die Krankheit
hat dir die Erinnerung an uns vertrieben

Du bist Farbe (2015)

Du bist mehr als Du
denn ich sehe dich in Farben
die nicht aufhören mich anzustrahlen

Du bist Blau
weil du mich kühlst
wenn ich überhitze

Du bist Rot
weil du mich wärmst
wenn ich erfriere

Du bist Gelb
weil du mich aufweckst
wenn ich erstarre

Du bist Grün
weil du mich riechen lässt
wenn ich alles ignoriere

Du bist Lila
weil du mich erblühen lässt
wenn ich grad eingehe

Du bist Schwarz
weil du meine Augen schützt
wenn ich nichts mehr sehe

Du bist Grau
weil du mich auf den Boden setzt
wenn ich zu hoch fliege

Du bist Weiß
weil du mich gerade rückst
wenn ich mal wieder verschroben bin

Du bist braun
weil du mich erzündest
wenn ich daneben liege

Du bist mehr als Du
denn ich sehe dich in Farben
die nicht aufhören mich anzustrahlen

Der Abschiedskuss (2015)

Er gab ihr einen Abschiedskuss
und ließ sie zurück am Bus
sie musste gehen
doch er blieb nicht stehen

Er vergass sich umzudrehen
hatte sie nicht nochmal gesehen
sie stieg ein in den Bus
nahm mit seinen allerletzten Kuss

Eine letzte Nachricht schickte sie ihm
wartete auf Antwort
die jedoch erst eintrat
als sie aus dem Leben austrat

Denn der Bus kam nie an
jetzt blieb er zurück
als einsamer Mann
hatte verloren sein großes Glück

Meereslust (2015)

Meereslust ist wahrer Frust
wenn die Kellner miteinander streiten
ihnen gar böse Worte entgleiten
sich gegenseitig nach Hause schicken
ohne nach rechts oder links zu blicken

Einander mit Tellern beschmeißen
und die Essensreste der Gäste Arme streifen
sie sich mit vollen Gläsern bewerfen
und Polterabend-Atmosphären entwerfen
sich einander Stühle auf die Köpfe schlagen
und nicht beachten der Gäste Klagen

Doch wenn sie sich danach vertragen
einander in den Armen liegen
sich nicht mehr gegenseitig anklagen
und alle Gäste haben längst vertrieben
dann ist Meereslust eine wahre Freud´
doch nur noch für die Service-Leut´

Blitzeinschlag (2105)

Der Blitz traf sie
ebenso wie der Huf vom Vieh
raste wie der Sausewind
in ihr Herz geschwind

Sogleich fiel sie um
ihre Glieder nun krumm
„Steh auf, sei nicht doof“
sagte er und zog sie runter vom Hof

Er sah sie nur mit seinem Blick
eine Illustre voller Missgeschick
was er nicht wusste
und sie ihm sagen musste

Sie hatte getroffen
der Blitz
nun war ihr Herz offen
dies war kein Witz

Und die Party geht ab (2015)

Ein Sturm kam auf
das Wasser nahm seinen Lauf
dafür nahm ich alles in Kauf

Doch ich saß im Hotel
draußen herrschte lautes Gebell
Blitze machten alles hell

Die Gäste stürmten herein
einer stolpernd über des anderen Bein
ich freute mich „Oh, wie fein!“

Endlich war was los
ein anderer gab jemandem noch einen Stoß
ein Kind fiel von einem Schoß

Die Party begann
ich schrie „Spot an“
als der nächste sich machte lang

Bye, bye & adé (2015)

Bye, bye sagte sie zu der Welle
die nun treten sollte an ihre Stelle
so klar dass sie nicht überleben würde
näherte sich doch schon die nächste Hürde

Sie spürte die starke Hitze
hörte die vibrierenden Blitze
damals waren es noch Witze
doch heute sah sie die Todes-Spitze

Nicht mehr lang dann war sie passé
schnell sagte sie dem Leben Adé
dass sie weichen musste tat ihr weh
dabei war sie doch zuvor so zäh

Doch nun hatte sie gesehen
dass jede glatte Strähne musste gehen
sobald sie die Maschine überfuhr
die Dauerwellen erschaffte in einer Tour

Der lachende Mann (2015)

Laut lachend betritt er das Haus
ruft „Schatz, wo bist Du?“
während er zieht die Tür zu
„Komm raus. Ich war noch kurz aus.“

Langsam kommt sie um die Ecke
er zieht sie an sich
legt eine Strähne über ihr blaues Auge wie eine Hecke
fragt „Was ziehst Du für ein Gesicht?“

Sein lachendes Gesicht verändert sich
„Was ist? Willst Du mir den Abend verderben?“
„Nein, möchtest Du mich mit einem Kuss beehren?“
doch er schlägt ihr ins Gesicht

Dann schlägt er auf sie ein
„Du Miststück, Du!“
sie quiekt wie ein gequältes Schwein
„Du elende, fette Kuh!“

„Was bildest Du Dir ein?
Meinst, Du kannst Dir alles erlauben
Wohnst hier in meinem Heim
und willst mir den letzten Nerv rauben!“

Er lässt sie blutend liegen
Am nächsten Morgen sagt er
„Schatz, ich hab wohl übertrieben.
Gib mal den Kaffee her!“

Sie sagt „Ach, ist nicht so schlimm“
gibt ihm ein geschmiertes Brot
streicht über ihr offenes Kinn
und lebt Tag für Tag weiter in dieser Not

Nichts passiert… (2015)

Nichts passiert
egal was geschieht
nichts bewegt sich
doch alles dreht sich

Nichts passiert
weil wir uns nicht rühren
gar nicht versuchen
das Wahre zu spüren

Nichts passiert
weil wir es nicht sehen
was offensichtlich wird geschehen
denn so wird es leichter gehen

Nichts passiert
weil wir nicht aufstehen
unsere Hände erheben
und uns der Einigkeit hingeben

Nichts passiert
weil wir nicht kämpfen
für den Frieden
der das Böse wird besiegen

Mehr Meer (2015)

Ich schau auf´s Meer
es gibt so viel her
stets sichtbar und klar
ist es einfach immer für mich da
ist eine Quelle der Stärke
voller unberechenbarer Härte
gibt mir so viel Kraft
die meine Seele glücklich macht

Der Untergang (2015)

Mit wackligem Gang
tritt er an sie heran
sie sieht ihn an
sagt „Nicht mehr lang“

Als sie verstummt
nähert sich seine Lippe
für einen letzten Kuss ihrem Mund
in dem hängt ihre letzte Kippe
Sie flüstert mit schwacher Stimme
„Lass! Bis sie erglimme“

Er schluckt kaum hörbar
schluchzt „Dies war Dein Zerstörer“
während der lange Piepton erklingt
und ihr die allerletzte Kippe aus dem Mund rinnt

I really love you (2015)

I really love you
just because it´s true
this feeling I have inside
makes my smile so bright

To found you
is the best
I could do
for finding myself

I really love you
just because it´s true
what I found in you
was at every time inside me

WertSchätzung (2015)

Ich schätze wert
was mich ehrt
und mich nicht entbehrt

Ich schätze den Wert
der mir nichts entbehrt
und meinen Weg beehrt

Ich bewerte den Schatz
der mir bringt die Rast
die zuvor so sehr verhasst

What are you waiting for? (2105)

What are you waiting for?
fragt die Maus den Fisch
warum schwimmst Du nicht hinaus
das große spannende Meer wartet auf Dich
doch Du bewegst Dich nicht

What are you waiting for?
fragt der Fisch die Maus
warum gehst Du nicht raus
das weite fruchtbare Land wartet auf Dich
doch Du bewegst Dich nicht

Da verstanden sowohl Maus als auch Fisch
das Leben, das sie sich wünschten
ist unerreichbar und gibt es so nicht

When the sun goes down (2015)

When the sun goes down
hört er auf zu schauen
auf das Meer
und wird sein eigener Herr

When the sun goes down
beginnt er zu denken
will sich selbst ablenken
von dem ewigen Kränken

When the sun goes down
nimmt er sich die Zeit
für seine Schönheit
die nicht immer bleibt

When the sun goes down
kann er endlich atmen
seinen Namen verraten
ohne durch die Tiefe des Tages zu waten

Alles brennt… (2015)

Alles in ihm brennt
während er davon rennt
vor all seinen Taten

Er schnappt sich einen Spaten
und rennt in den blühenden Garten
gräbt ein tiefes Loch

Früher einmal war er Koch
und wurde sehr gemocht
nun ist er nur noch der Mann

Ein Mann der nichts kann
der nicht mal sie zieht in seinen Bann
deshalb will er sich begraben

Sich selbst und seine Gaben
von denen sie nichts mehr wird haben
dieses Loch bedeutet sein Leben

Nichts wird er ihr mehr geben
außer einen letzten Kuss
vor seinem Abschieds-Schuss

Oh sometimes (2015)

Oh, sometimes, I got a feeling
als könnt ich fliegen
Dich und Deine Flügel erreichen
dabei könnt ich sie höchstens streifen

Oh, sometimes I got a feeling
als könnt ich lügen
Dich und Deine Welt betrügen
dabei würd ich nur nach unten fliegen

Oh, sometimes I got a feeling
als könnt ich fallen
Dich und Deine Stärke nutzen
nur um mich selbst zu stützen

Der Hai und die Muscheln (2015)

Der Hai sagte mir
ich bin kein wildes Tier
will doch einfach nur kuscheln
mit den kleinen süßen Muscheln

Doch will mich keiner verstehen
wollen alle nur das Böse in mir sehen
wie kann ich mich ihnen nähern
ohne ein Opfer zu werden von Spähern

Die auf mich schießen mit Harpunen
während ich pflücke kleine Meeresblumen
ich bin so entsetzt
dass man mich immer nur verletzt

Bin groß aber einsam
niemand will mit mir zu zweit sein
bin verzweifelt obwohl ich so stark
in ihren Augen für immer nur ein fieser shark

Sturmflut (2015)

Die Insel
lässt erklingen
ein deutliches Gewinsel
von zu vielen Gewinnen

Gewinne die sie entzweit
durch die offensichtliche Zweisamkeit
von Meer und Land
Wasser und Strand

Verluste die sie vereint
durch die unverrückbare Einsamkeit
von Ebbe und Flut
und dem damit verbundenen Mut

Bewohner die diesem trotzen
ohne ein einziges Mal zu motzen
sie stehen immer wieder auf
auch wenn das Wasser nimmt seinen Lauf

Der Tod (2015)

Der Tod ist unbarmherzig
aber auch ehrlich
nie macht er uns was vor
wir wissen ein jeder tritt durch sein Tor

Doch jedes Mal ist es der falsche Moment
weil man es so gut verdrängt
wir bereiten uns auf ihn vor
doch er bleibt ein unerwünschtes Ohr

Manchmal überfällt er uns überraschend
und zerstört uns dabei lachend
ein Schmerz den wir zuvor nicht gekannt
raubt uns jeglichen Verstand

Beherrscht vom Gefühl
schmeißt er uns in dieses Gewühl
lässt alle Fragen offen
warum es uns so hart getroffen

Tränen wie eine harte Gischt
nehmen uns die Sicht
auf die klare Antwort aller Fragen
welche wir kaum ertragen

Dass ein jeder von uns wird gehen
auch wenn wir das Danach nicht sehen

Die leere Lehre (2015)

Sie verspürt eine innere Leere
ihr Kopf ist ausgebrannt
Träume die sie entbehrte
mit einem verletzten Körper durch das Leben gerannt

Sie braucht eine Pause
von all dem Trubel
schließt sich ein zuhause
doch es folgt kein Jubel

Sie braucht immer mehr
kann es nicht lassen
gibt sich selbst allem her
doch vergisst sich selbst zu fassen

Sie zeigte ihre Stärke
und verlor
sie selbst verspürte nur Härte
denn niemand schenkte ihr ein offenes Ohr

Jetzt schließt sie sich ein
in eine Mauer aus undurchdringlichem Stein
sie ist ganz allein
und lässt ihr Leben kein Leben sein

Wärme (2015)

Sie sagte zu ihm
meine Wärme
geb ich Dir gerne

Er sah sie an
das Gesicht verzerrt
Mageninhalte längst entleert

Sie streichelte ihn sanft
fragte, warum bist Du so verkrampft
hast Du mich noch nicht erkannt

Er fing an zu röcheln
konnte nicht mehr sprechen
während sie begann zu lächeln

Sie zündete das Feuer
das für sie würde werden teuer
denn ihre Liebe war ein Ungeheuer

Freiheit (2015)

Freiheit ist eine Gemeinheit
wenn Du sie kennst
sie bei ihrem Namen nennst
doch Dich nicht zu ihrer wahren Identität bekennst

Freiheit ist eine hohe Zeit
wenn Du sie lebst
immer zu ihr stehst
und mit allen anderen an ihr klebst

Freiheit ist eine Ungerechtigkeit
wenn Du sie nicht hast
wird sie für Dich zur Last
denn es gibt ein Leben das Du hasst

Freiheit ist eine Einzigartigkeit
die es zu gewinnen gilt
die ein jeder zu erhalten gewillt
in der kein Mensch mehr behandelt wird wie Freiwild

Geborgenheit (2015)

Sie ist so herzlich
doch unnahbar

Kann sie nicht sehen
auch wenn sie ist da

Kann sie nicht ertasten
doch fühl ich sie klar

Kann sie nicht begreifen
auch wenn sie sich bietet dar

Kann sie dir geben
auch wenn sie nicht greifbar

Ein jeder will sie haben
doch sie ist nicht besitzbar

Gier (2015)

Sie existiert in Dir und mir
die Gier

Sie ist nicht zu stillen
weil wir sie anhimmeln

Sind von ihr nicht zu heilen
weil wir nicht im Hier verweilen

Sie wird weiterleben
solange wir uns dem Mehr ergeben

Solange wir ihr gehören
wird sie weiter zerstören

Ich lass sie los, die Gier in mir
lass Du sie los, die Gier in Dir

Lass uns leben mit dem was wir haben
und ziehen lassen die überflüssigen Gaben

Lass uns kämpfen um ein Weniger
denn dann werden wir ein „Ewiger“

Eitelkeiten (2015)

Ich schmücke meine Eitelkeit
indem ich erkläre mich bereit
mein Ego in deine Hände zu legen
und deiner Ruh´ mich hinzugeben
Ergebe mich der Herrlichkeit
in starken Armen der Ehrlichkeit
kopfüber das Abenteuer zu erleben
meinen Egoismus abzulegen

For you (2015)

Jahre vergehen
unsere Freundschaft bleibt bestehen

Du kannst mich verstehen
ohne mich zu übergehen

Du lässt mich sehen
ohne mir im Weg zu stehen

Ohne dich das Leben zu überstehen
ist wie ein Leben lang im Regen zu stehen

Danke für Deine Freundschaft
die mir schon so viel Glück gebracht

Erbauer des Lebens (2015)

Ein jeder ist Erbauer
seiner eigenen Lebensmauer
ob undurchdringlich oder transparent
das ist nicht eminent
solange man sich dazu bekennt

Die blöde Kuh (2015)

Müdigkeit überfällt mich
seh´ nur noch grelles Licht

Es fallen mir die Augen zu
höre das Grasen einer Kuh

Während ich auf der Wiese liege
und mich in Sicherheit wiege

Schlafe ich tief und fest ein
bis der Huf der Kuh
mir bricht mein Bein
das war es mit meiner Ruh´

Auf der Lauer (2015)

Du bist nicht schwach
du hattest nur eine Schwäche

Also lächle und geh weiter
sei dein eigener Gestalter

Selbst wenn das Leben dir ein Bein stellt
selbst wenn du nochmal scheiterst

Steh auf
und zücke den Hute des Vertrauens

Besteige die Mauer des Neuen
der Mut wird belohnt

Denn hinter jeder hohen Mauer
liegt ein neues kleines Glück
schon auf der Lauer

Der junge Mann (2015)

Ich sehe einen jungen Mann
der sicherlich so einiges kann

Doch wurde er noch nie gesehen
deshalb fiel es ihm schwer voranzugehen

Wenn ich näher rangeh
und ihn genau anseh

Seh ich eine Trauer
durch eine künstlich aufgebaute Mauer

Hinter der er verbirgt
was langsam in ihm stirbt

Äußere Reize… (2015)

Äußere Reize
treffen auf ihrer Reise
die inneren Geize

Geize, sich hinzugeben
das Lieben zu leben
ohne Angst vor Schäden

Reize, die man lieben muss
Huldigung durch einen Kuss
ins Herz verläuft der Schuss

Doch ist nicht die Zeit
für tiefe Verbundenheit
bei zu viel Eitelkeit

Glücksmoment (2015)

Wir werden gewärmt
von Sonnenstrahlen

Wir haben gelernt
die Kälte zu ertragen

So klar in diesem Kälte-End
die Sonne birgt den wahren Glücksmoment

Die Wahrheit (2015)

Manchmal sieht man die Wahrheit
viel später
über einen Menschen
und wie er wirklich ist

Manchmal will man die Wahrheit
nicht sehen
über einen Menschen
weil es einen sonst zerfrisst

Manchmal wird man die Wahrheit
erkennen
über einen Menschen
und verstehen, es ist zu spät

Tanze, tanze, tanze (2015)

Ich saß hier neben dir
stumm wie ein Tier

Als ich plötzlich etwas sah in dir
es war die Energie in mir

die mich bewegte im Ganzen
und mich dazu brachte zu tanzen

Ich tanzte den Tanz meines Lebens
als gäb es nichts anderes meines Erstrebens

Nur noch die Musik und ich
gemeinsam vereint im Dämmerlicht

So hab ich noch nie getanzt
ich losgelöst du gebannt

Du sahst mich an so mild
ich bewegte mich wild

Ich tanzte den Tanz meines Lebens
und was ich suchte vergebens

Fand ich in mir und dir
und diesem magischen Augenblick

Worte ohne Sinn (2015)

Ich sitze hier ganz entspannt
und warte nun gebannt
welch´ Worte schreibt meine Hand

Doch die linke schreibt nicht das
was die rechte ihr vormacht

Drum bleibt dies ein Gedicht
ohne großen Sinn in der Geschicht´

Eins, zwei, drei… (2015)

Er nahm ihr Herz
brach es entzwei
dann sagte er sich
aus zwei mach drei

Doch er fand eine Lust
ihr Herz zu zerbrechen
getrieben durch seinen Frust
wollte er sich rächen

Was er nicht bedachte
dass er sie lieben würde
sobald sie sich auf den Weg machte
ohne ihn und jede weitere Bürde

Reise in die Vergangenheit (2015)

Sie tritt sie an
die Reise in die Vergangenheit

Hat endlich den Mut
der sich in ihr macht breit

Taucht in Schmerz und Glück ein
hofft dass sie dies befreit

Sonst wär Gegenwart und Zukunft
weiterhin dem Tode geweiht

Sie sind sich geblieben (2015)

Bald kommt er
steht vor der Tür
was davor war
wird nimmer mehr

Es wird sie erlösen
ihm den Mut geben
sie sind sich geblieben

Doch können einander
nicht mehr lieben

Ein Leben, dein Leben (2015)

Du musst jetzt mit dem Kopf denken
lass dich nicht von Gefühlen lenken

Wer dies dir sagt
der hat zuvor noch nie verzagt
ob des Kummers im Herzen

Puste aus die Ratschlags-Kerzen
denn nur du allein
lässt dein Leben ein Leben sein

Was wäre der Verstand (2015)

Was wäre der Verstand
ohne das Herz

Eine lenkende Hand
ohne den Schmerz
die dich führt durch ein Land
das das Gefühl nicht hat anerkannt
das nur handelt mit der Vernunft
ohne Zukunft für die Zunft
die trägt Freud & Leid
im gleichen bunten Kleid

Was wäre der Verstand
ohne das Herz

Was wäre ein Leben
ohne sich fortzubewegen
um wirklich einmal
Trauer & Leid eine Chance zu geben
um Freude & Glück erneut zu erleben

Wie würde… (2015)

Wie würde ich leben
würde es dich geben

Wie würden wir leben
würde es ein uns geben

Wie würdest du leben
würde es mich geben

Was wäre wenn wir so wären
wie in unseren Vorstellungen

Könnten wir einander entbehren
oder wären wir genauso dumm
und würden uns erhoffen
ein neues Du, Uns & Ich
denn dann wird alles besser –

angeblich

Ich dreh mich um (2015)

Ich dreh mich um zu dir
wie ein lauerndes Tier
doch du bist gestorben
und lang nicht mehr hier
dennoch packt sie mich
die Gier nach dir

Wahre Liebe (2015)

Dich werd ich immer lieben
denn bei dir bin ich ich geblieben

Was will ich mehr vom Leben
als mir selbst mich zu geben

Die volle Erfüllung zu spüren
und meine Erkenntnis zu berühren

Dass all das was passiert
für immer in mir selbst liegt

Verlorenes Ich (2015)

Du sagst mir
es ist so schwer
alles in dir
sei furchtbar leer

Was soll ich tun
frag ich dich
ich bin nicht Schuld
an deinem verlorenen Ich

Du zerschlägst es selbst
alles was dich erhellt
indem du zerstörst was du liebst
und dich der Sucht hingibst

Briefe voller Träume (2015)

Als er den Keller räumte
fand er sie
Briefe voller Träume

Schöne Worte blieben nicht
nur ein Leben
das er versäumte

Nun kann er ihr nur noch
ihre Sachen geben
und ihr alles Gute wünschen
für ihr neues Leben

Wie kann ich glücklich sein? (2015)

Du fragst mich
wie kann ich glücklich sein

Glück ist nur ein kurzer Moment
den du nicht kriegst geschenkt

Was muss ich tun
um das Glück zu finden

Du musst es in dir selbst suchen
es nicht an anderen festbinden

Wie soll das gehen
glücklich ohne andere zu sein

Du wirst es sehen
sei stark und gut zu dir
mache dich niemals klein
dann findest du das Glück auch in dir

Während ich warte… (2015)

Während ich warte
und hier sitze
spielst du die Vertrauens-Karte
bis über meine Gedulds-Spitze

Schon unfassbar viele Tage
erwarte ich die Antwort
auf meine eine Frage
wann bringst du sie hinfort

All deine Sachen
die meine Stunden
nicht leichter machen

Sie liebte ihn so sehr (2105)

Sie liebte ihn so sehr
deshalb fiel es ihr so schwer
ihn gehen zu lassen
ihr Herz kann nicht von ihm lassen

Sie entliebte sich
es war fürchterlich
konnte nur noch hassen
musste ihn ziehen lassen

Er ließ sie allein
hörte zu oft ein „Nein“
jetzt ist er weg von ihr
fühlt sich wie ein ausgestorbenes Tier

Das alte Haus (2015)

Es ist krass
wie´s mich trifft
wie´s auf mein Gesicht drischt

Stehe hier am alten Haus
hatte gedacht es wär ein Graus
doch nichts Bekanntes ist mehr da
sieht alles nur noch neu aus

Nichts mehr da von alldem
nicht mal ein Emblem

Was ist nur geschehen?

Lasse los (2015)

Loslassen ist eine Kunst
wenn du es schaffst
wird es zu deiner Gunst

Loslassen ist schwer
wenn du es schaffst
rennst du nicht mehr hinterher

Loslassen ist anstrengend
wenn du es schaffst
ist nichts mehr einengend

Lasse los
und verliere den Kloß
in deinem Herzen
der in sich trägt all deine Schmerzen

Wenn ich dich anseh (2015)

Wenn ich hier sitze
in deine Augen blicke

Seh ich die Blitze
nichts tut mehr weh

Es ist die Spitze
auf die ich geh

Wenn ich dich anseh
tut es nicht mehr weh

Unser Ort (2015)

Heut fahr ich an unsern Ort
ist dies eine Form von Mord

Oder ist dies nur ein Verrat
den ich mit diesem Entschluss tat

Es fühlt sich an wie ein leeres Loch
gibt es unsern Ort ja genauso noch

Doch bin ich nun hier allein
nie wieder wird dies unser Ort sein

Geh und spring (2015)

Ich tanke auf
nehm was ich brauch

Hab einen Lauf
voll positivem Rauch

Ich geb nicht auf
erhoff´ es für dich auch

Geh und spring
über den Dornenstrauch

Und das könnte ich dir nie vergeben (2015)

Warum glaubst du, hast du nicht verdient glücklich zu sein? –
Ich weiß es nicht. Vielleicht, weil ich ihn ließ allein?

Schon klar, doch das tatest du, weil er dich nicht behandelte fein. –
Aber er konnte nicht anders, die Sucht trieb ihn dort hinein.

Nein, das ist nicht wahr, er hatte immer eine Wahl.
Mache dies dir stets klar: es waren Jahre voller Qual.
Mache dich frei von seinen Leiden.
Nur er hätte geschafft, diese zu vermeiden.
Denke an dich und dein Leben, du hast ihm schon zu viel gegeben.
Sonst wirst du nicht mehr erleben, dass das Leben auch Glück hat zu geben.
Und das könnte ich dir nie vergeben.

Du weißt nicht wie es ist (2015)

Du weißt doch gar nicht wie das ist
führst dich auf wie ein Herzens-Nudist
der frei ist, frei von Kummer
doch ziehst ab ne harte Nummer

Sagst man kann das überstehen
das Leiden einfach übersehen
dich und andere übergehen
anstatt dir dieses einzugestehen

Du weißt doch gar nicht wie das ist
wenn man dir nur ein hämisches Lachen schenkt
wenn jemand zieht von Dannen
und dir die Pfeile in den Magen rammen

Denn du weißt nicht wie das ist!

Für meinen Neffen (2015)

Du bist das Süßeste
was ich je sah

Mein kleiner Engel
so gar nicht unscheinbar

Strahlst mich an
ehrlich und klar

Deine glänzenden Augen
meinem Herzen so nah

Lebst so ohne Angst
einfach wunderbar

Die Frage nach dem Warum (2015)

Warum schätzt man das
was man nicht hat
immer mehr
als so sehr

Warum lässt man es los
wenn es zum Greifen nah
und will es festhalten
wenn es nicht mehr da

Warum sieht man
gute Dinge in der Vergangenheit
und erlebt
schlechte in der Gegenwart

Warum sind manche Zeiten ohne Plagen
andere wiederum gar nicht zu ertragen
Warum muss man nach dem Warum fragen
und jedes kleinste Ding hinterfragen

Der höchste Gewinn (2015)

Ich stimme ein
mit jedem Sonnenschein
den du mir schenkst
und meiner gedenkst

Du willst bei mir sein
lässt mich nicht allein
es fühlt sich so leicht an
ziehst mich in deinen Bann

Nimmst mich als die, die ich bin
es gibt keinen höheren Gewinn
Gibst dem Leben einen Sinn
indem ich einfach nur ich bin!

Wels in der Brandung (2015)

Ich schaff es nicht
wie´s mich zerfrisst
Steh ich hier
in der Brandung
doch nicht wie ein Fels
sondern ein vertrockneter Wels
Hilfe, Hilfe rufe ich
doch niemand hört mich
Denn ich bin ein Fisch
und spreche nicht

Die Frage nach der Plage (2015)

Du musst dich verabschieden
emotional und intellektuell

Doch ich erkläre ihr
das geht nicht so schnell

Nach all den Jahren
fällt es schwer nicht zu verzagen

Es ist schon zu hart
das Ganze überhaupt zu ertragen

Ich frage mich
ob es jemals zu schaffen ist

Welch´ schweres Gewicht
solange man vermisst

Wenn die Realität nicht der Wahrheit entspricht (2015)

Wenn die Realität nicht der Wahrheit entspricht
während ich dir schaue ins Gesicht

Dann ist es erschreckend und traurig
denn ich hatte es nicht im Blick

Dass du könntest anders sein
als in meiner Vorstellung

Plötzlich so unscheinbar und klein
gar nicht mehr elegant und fein

Werden wir nun getrennte Wege gehen
und uns nie mehr wieder sehen

Wenn die Realität nicht der Wahrheit entspricht
während ich dir schaue ins Gesicht

Dann ist es erschreckend und traurig
denn ich hatte es nicht im Blick…

For a new friend in my life (2015)

Dein Schicksal berührt mich sehr
als du mir offenbartest dein wahr´ Gesicht

Neben all der Freude und dem Lachen
existiert auch noch ein trauerndes Ich

Es verleitet mich zu behaupten
wie ähnlich du mir doch bist

Gefangen in der Vergangenheit
blickst du dieser mutig ins Gesicht

Um deine Gegenwart zu leben
und die Zukunft zu überstehen

Für all das was nun kommt
wünsch´ ich dir alle Kraft

Ich weiß du packst das
denn auch du bist eine Löwin

Wenn die Liebe tötet (2015)

Die Sonne scheint
und frisst mich auf
kann ich nur noch sehn
den Pistolenlauf

Du hältst ihn auf mich
und drückst ab
ich falle auf dich
mache für immer schlapp

Ich bin schon tot als du es sagst
dass du das tust für mich
weil du mich so sehr magst
dabei tatest du das nur für dich

Du fehlst (2015)

Du fehlst hier bei mir
dein Name nicht mehr an unsrer Tür

Es fragt mich mein Gespür
Wozu ist dies gut, wofür?

Bist einfach gegangen
hast nicht mal ein Bild aufgehangen

Ich fühl mich so befangen
in meinem unstillbaren Verlangen
nach dir
und mir

Mein Herz ist entzweit
wo ist unsre Zweisamkeit
nun verbringe ich eine Unendlichkeit
in zerstörerischer Einsamkeit

Der Egoist (2015)

Du schimpfst mich einen Egoist
was glaubst du, wer du bist

Willst von mir Infos hören
die ich nicht geben kann

Meinst ich wollt´ alles zerstören
obwohl ich genauso arm dran

Du schimpfst mich einen Egoist
was glaubst du, wer du bist

Meinst du müsstest mich bestrafen
dabei wandelst du im falschen Hafen

Siehst doch grad nur dich
doch auf mich schimpfst du geflissentlich

Verblichener Star (2015)

Es war doch so klar
er war ihr Star

Warum hat er sie losgelassen
sie nicht mehr an seinem Leben teilhaben lassen

Sie war da, an seiner Seite
selbst als er war pleite

Sie hielt seine Hand, die ihr so gefiel
seinen Kopf, wenn er vor lauter Last fiel

Was war sie noch für ihn
sorgte sich nicht einmal um sie

Als sie weinend vor ihm stand
zog er weg seine Hand

Sie konnte es nicht ertragen
hatte nichts mehr zu sagen

Sie ging, doch diesmal für immer
sie wollte leben nimmer

Wo bist du? (2015)

Wo bist du
sagst du seist
da für mich

Doch wenn ich dich brauche
stehst du vor mir
hilflos und sprachlos

Findest keinen Zugang zu mir
da du mich nicht verstehst
und mir lieber aus dem Weg gehst

Bin wie eine Fremde für dich
siehst mich an
doch kennst mich nicht

Deshalb geh ich jeden Weg allein
obwohl du an meiner Seite bist
bin für dich zu klein
so dass du mich einfach vergisst

L I E B E (2015)

L oslassen können

I nnigkeit ohne Grenzen

E igenständigkeit zulassen

B edürfnisse erfüllen

E ntdeckung deiner Selbst

Fremde in der Heimat (2015)

Ich steh hier
in der Mitte
meiner Heimat

Fühle mich komisch
so unendlich fremd
in der eigenen Heimat

Seh´ mir die Menschen an
die mir sollten sein
unendlich nah

Doch was ich seh´
ist mir fern
und macht mich unnahbar

Ich steh hier
in der Mitte
meiner Heimat

Doch merke sofort
die vermeintliche Heimat
ist nur ein Wort

E I N S A M K E I T (2015)

E insam sein

I n sich selbst verschlossen

N ot leiden

S icherheit verlieren

A ndersartigkeit fühlen

M ut verlieren

K rank werden

E ingeschnürt im Schmerz

I rgendwo verloren gehen

T ief in sich versunken untergehen

Mallorca (2015)

Mallorca, so schön
doch ich muss gehen

Dich zu verlassen
wie kann ich das zulassen

So vielen bekannt
als billige Señora

Seh´ ich deine wahre Seele
und spüre dein Gewinsel

Du bist so rein und schön
ein glänzendes Emblem

Doch sie treten auf dir herum
als würdest du bleiben stumm

Ich vernahm dich ganz leise
auf meiner langen Reise

Ich sagte es schon
dass ich gehen muss

Es ist mir ein Verdruss
denn du bist viel zu schön

R E S P E K T (2015)

R ücksichtnahme üben

E inzigartigkeit erkennen

S icherheit geben

P ersönlichkeit akzeptieren

E igenständigkeit ausüben

K onkurrenz vermeiden

T iefe Verbundenheit entstehen lassen

Die Lüge (2015)

Immer und immer wieder
hast du mich angelogen

Mir hoch und heilig
Ehrlichkeit geschworen

Standest vor mir mit
Unwahrheiten in deinem Mund

Ich wusst´ es ist keine Wahrheit
die du mir tatest kund

Und dies nur wegen der Sucht
warum war nicht ich deine Ausflucht

Alone & Lonely (2015)

Er kam von der Arbeit
es war schon nachts
doch sie war nicht da
wieder eine Nacht zum Tag gemacht

Als er sie anrief
und sie bat zu kommen
lachte sie nur benommen
hatte noch keine Lust zu kommen

Jeden Tag das gleiche Spiel
erreichte sie ihr makabres Ziel
ihn zur Verzweiflung zu treiben
in einem Leben voller Leiden

Der Betrug (2015)

Er hat sie betrogen
zudem nur gelogen

Sie wusste es schon
ertrug noch den Hohn

Bis zur Erschöpfung
das Hoffen auf Besserung

Er hat sie betrogen
zudem nur gelogen

Sie ließ ihn ziehen
denn er wollte fliehen

Vor all den Konventionen
die sie endlich würden belohnen

Liebst du mich? (2015)

Ich fragte dich
könntest du was tun für mich
Du sahst mir ins Gesicht
sagtest nur „Natürlich“

Sag mir die Wahrheit
ich brauche Klarheit
liebst du mich
Du sagtest „Aber natürlich“

Dann bleib bei mir
doch du ließest mich allein
Ich wartete Tage
auf dich daheim

Dies reichte aus
um zu sehen
du wirst mich nie verstehen
dieses Mal musste ich gehen

Warum hast du ihr das angetan? (2015)

Warum hast du ihr das angetan
ließest sie nicht an dich ran
liebtest sie nur wenn es dir passte
sonst war sie für dich die Verhasste

Warum hast du ihr das angetan
war sie für dich ein kleiner Holzspan
den du fallen lassen hast
wenn sie dir wieder mal war verhasst

Warum hast du ihr das angetan
gingest weg, nähertest dich an
hieltest sie gefangen
um zu stillen dein Verlangen

Warum hast du ihr das angetan
frag ich mich Tag und Nacht
hatte sie es doch vollbracht
dich dennoch zutiefst zu lieben

Wenn dein Gegenüber eine andere Sprache spricht (2015)

Wenn dein Gegenüber
eine andere Sprache spricht
ist es schwer
dieses zu verstehen
und mit wachen Augen zu sehen

Wenn dein Gegenüber
eine andere Sprache spricht
und du versuchst etwas zu sagen
ist es kaum zu ertragen
wenn es dich nicht versteht

Wenn dein Gegenüber
eine andere Sprache spricht
gefällt es dir nicht
wenn es dich sieht
aus einer falschen Sicht

Wenn dein Gegenüber
eine andere Sprache spricht
und du merkst
es ist dein Spiegelbild
das zu dir spricht
wirst du verzweifelt und wild
denn du merkst erst jetzt
dich selbst verstehst du nicht

Heute vor einem Jahr (2015)

Heute vor einem Jahr
geschah etwas so unfassbar
und doch schon lange klar

Sie war traurig und allein
wusste, so darf es nicht sein
fühlte sich unendlich klein

Du ließest sie mal wieder allein
das war nicht besonders fein
drum ließ sie es endgültig sein

Heute vor einem Jahr
geschah etwas so unfassbar
und doch schon lange klar

Hättest du sie nie allein gelassen
hätte sie wohl nie die Finger von dir gelassen

Ich kann es immer noch nicht fassen!

Schmerzhafte Erinnerung (2015)

Warum gibt es sie nicht
die Amnesie für manche Zeiten

Würde es einem so viel besser gehen
ohne die schmerzhafte Erinnerung

Gekämpft bis zum Umfallen
vor Erschöpfung zusammengebrochen

Quergestellt jedem Hindernis
dabei überfahren unzählbare Male

Sich selbst vergessen
ohne das Maß zu messen

Hinterhergerannt einem Ziel
das nie erreichbar, nie nah

Warum gibt es sie nicht
die Amnesie für manche Zeiten

Würde es einem so viel besser gehen
ohne die schmerzhafte Erinnerung

Wenn der Tod zu früh kommt (2015)

Er hat gekämpft
wollte sie nicht gehen lassen
doch er hatte keine Wahl
das Leben wollte dies nicht zulassen

Musste sie gehen lassen
in die Unendlichkeit
ließ sie ziehen
in eine Welt ohne Schmerz

Sie hatte kein langes Leben
und er sie viel zu wenig gesehen
in den letzten Jahren
bevor sie musste gehen

Mutig saß er an ihrem Bett
sagte, du kannst nun gehen
Ich lass dich los
aber mein Herz nicht

Zu zweit allein (2015)

Du warst Ich
Ich war Du
Zu zweit Eins

Trennung unmöglich
weder äußerlich
noch innerlich

Gebunden durch das Herz
verbunden in jedem Schmerz
wie der Docht in der Kerz´

Du warst Ich
Ich war Du
Zu zweit Eins

Jetzt bist du nicht mehr da
ich nicht mehr mit dem Du Eins
sondern allein ein Keins

Fehler (2015)

Ich mache so viele Fehler
auf dem Weg des Lebens

Wie kann ich dies vermeiden
und immer bei mir bleiben

Gibt es einen Trick
dann nenn ihn mir

Denn ich renn im Kreis
wie ein eingepferchter Stier

Zusammengequetscht
zwischen Gefühl und Verstand

Versuch ich allerhand
dem nächsten Fehler zu entgehen

Doch ich kann nicht widerstehen
will dich einfach wiedersehen

Unsichtbare Sicht (2015)

Du siehst mich nicht
dabei steh ich in deiner Sicht

Wir sitzen an einem Tisch
von Angesicht zu Angesicht

Wir liegen in einem Bett
doch jeder ist für sich

Wir küssen uns
beim Auseinandergehen und Wiedersehen

Doch unsere Körper wollen
in andere Richtungen gehen

Du siehst mich nicht
dabei steh ich in deiner Sicht

Ohne dich (2015)

Ich denke
ich kann nicht leben
ohne dich

Doch ich hoffe
ich schaffe es
ohne dich

Denn ein Leben
mit dir
macht mich wahnsinnig

Ein Leben mit dir
ist ein Leben
ohne „Ich“

Musica (2015)

Du bist so mächtig
in all deinen Facetten

Bist du in der Lage
jedes Gefühl zu erwecken

Rufst eine Erinnerung hervor
als wolltest du mein Gedächtnis checken

Lässt mich fühlen jedes Erlebnis
ob ich das will, ist dir egal

Denn du spielst deinen Song
einfach, stark und klar

Machst mich traurig, glücklich,
frei und leer

Egal, wie du bist
du gibst immer was her

Was wären wir ohne dich
eine Welt ohne lächelndes Gesicht

Danke, dass es dich gibt
du starke, wunderbare Musik

Fallen (2015)

Er stand auf
doch sie wollte fallen
Komm mit mir
tue mir diesen Gefallen
Doch sie wollte nicht
lief ins Meer
Schüttelte entschlossen ihr Gesicht
stürzte sich in die Fluten
Er kam nicht hinterher
konnte es nur vermuten
„Wo bist du?“ 
Er begann verzweifelt sie zu suchen
In solch düsterer Umgebung
mit wildem Rauschen der Wellen
Die Hand vor Augen nicht klar
ein Klang wie ersticktes Bellen
Er fühlte sich schwer
die Kleidung so nass
Hatte er sie verloren
„Zeig dich, gib mir ein Zeichen!“
Er stürzte nieder
ließ sich auf das Wasser ein
Hörte auf zu kämpfen
wollte bei ihr sein
Da sah man sie in der Morgendämmerung
kam heraus aus ihrem Versteck
Wollte nur ein wenig spielen
mit ihrem wunderbaren Mann
Hatte nicht gemerkt
dass sie würde ihn verlieren
Denn er konnte sie nicht mehr erkennen
nur noch einmal ihren Namen nennen: „Leichtsinn“

Kuddelmuddel (2015)

Es ist einfach da
schwirrt so herum

Ergreift dein Inneres
das scheinbar so dumm

Macht dich verrückt
will dich berauschen

Malt Farben außer Rand und Band
in bunt

Legt dir Worte ohne Verstand
in deinen Mund

Ist einfach da
dies Kuddelmuddel

Weiß nicht woher
oder wohin

Hat einen Namen
ohne viel Sinn

Dies Kuddelmuddel

Flugzeugabsturz (2015)

Es ist so grausam
unsagbar

Der Tod so vieler Menschen
scheinbar klar

Sie ahnten nichts Böses
als sie hineinstiegen

In das vermeintlich
sichere Gefährt

Das sie nach Hause bringen sollte
zu Familie und Freunden

Da wünscht ich mir
sie wären nie dort eingestiegen

Doch nun müssen ihre Körper
in den Alpen liegen

Unfassbar dies Unglück
den Tränen so nah

Kann man es kaum glauben
dass dies wirklich wahr

Ich denke an die Familien
Freunde und Bekannte

Und wünsche ihnen alle Kraft
die sie nun brauchen

Es nimmt mich mit
solch tragisch Schicksal

Dass die Worte
es nicht auszudrücken vermögen

Schenke ein Lächeln (2015)

Schenke ein Lächeln
und du wirst sehen
der Kummer wird gehen

Schenke ein Lächeln
und du wirst sehen
der andere wird dich verstehen

Schenke ein Lächeln
und du wirst sehen
man wird dich anders sehen

Schenke ein Lächeln
und du wirst sehen
der Gebrechliche
kann leicht über die Straße gehen

Schenke ein Lächeln
und du wirst sehen
fremde Menschen lernen
auf dich zuzugehen

Schenke ein Lächeln
und du wirst sehen
wie ihre Münder in Lächeln übergehen

Schenke ein Lächeln
so rein und ehrlich
und du wirst sehen

Welch´ große Macht
du in dir hast
zu erhellen mich und dich
und jedes traurige Gesicht

Dann wirst du in meinen Augen erscheinen
in einem neuen, strahlenden Licht

Wölkchen (2015)

Du kannst sie durchfassen
doch zu packen ist sie nicht

Bringt dir den Schatten
und nimmt dir die Sicht

Auf klare blaue Farbe
die der Mensch so sehr braucht

Durchfährt diese wie eine Narbe
mit ihrem undurchsichtigen Rauch

Es gibt sie groß
es gibt sie klein

Manch eine weint
auf dich hernieder

Vor lauter Trauer
in ihrem Gesicht

Dass manch ein Mensch
mag sie nicht

Gierige Blicke (2015)

Es ist schlimm
wenn man den Blick verliert

Über das lacht
was auf der Straße passiert

Wenn man mit Hohn reagiert
und nicht merkt was man verliert

Wenn man nur noch giert
nach mehr und mehr und mehr

Und dabei den anständigen Charakter verliert
der nun nur noch unanständig leer

Die Macht der Worte (2015)

Es ist der Wahnsinn
wie´s dich packt

Die Fantasie
dich fast verrückt macht

Wie Wörter sprudeln aus dir heraus
und Sätze kennen kein Aus
Finger schwebend auf der Tastatur

Die Umgebung verschwindet
Realität und Fiktion verschwimmen

Jedes Wort auf dem Blatt
erfüllt das Herz

Der Flow ergreift dich
es sprudelt noch mehr

Du willst nichts mehr trinken
nichts mehr essen

Du hast die Realität vergessen
alles was zählt sind Worte

Verrückte Geschichten zu platzieren
an fiktionale Orte

Es ist der Wahnsinn
welch´ Macht sie haben

Die Worte und Geschichten
allein in deinem Kopf entstehen

Doch dein reales Leben erfüllen sie

Shame (2015)

Ich schäme mich
benehme mich dämlich

Denn dies betrifft nur dich
du, der du bist unberechenbar

Überfällst mich Dämonengleich
kann nichts dagegen tun

Denn im Vergleich
bin ich so klein

Du hast jede Macht
mich umzuwerfen

Gibst mir das Gefühl
mich zu beherrschen

Fühl, als müsst ich mich
vor dir verkriechen

Kann diesen Moment
nicht mehr genießen

Du bist plötzlich da
so unendlich stark und klar

Liebe in vier Akten Teil 1 (2015)

Du kamst in mein Leben
voller Glück, voller Segen

Wolltest der meine sein
warst dir dabei für nichts zu fein

Kämpftest mutig um mein Herz
ich fühlte, es war kein Scherz

Es war dir so ernst
wie nie zuvor

Schenktest mir jede Sekunde
dein offenes Ohr

Du warst da für mich
ich brauchte nur dich

 to be continued…

Liebe in vier Akten Teil 2 (2015)

Mit jedem noch so kleinen Gefühl
hatte ich dich im Gespür

Du sahst mich an
als wäre ich die wertvollste Perle

Geliebt zu werden von dir
für mich eine große Ehre

Du warst es wert
alles zu geben

Mit dir gemeinsam
wollte ich für immer leben

Unser Ziel
alle Träume gemeinsam zu erleben

 to be continued…

Liebe in vier Akten Teil 3 (2015)

Doch dann kamen die Jahr´
da war all das nicht mehr da

Vorbei diese schönen Gefühle
es gab nur noch Seelen-Hiebe

Geliebt und gekämpft
das restliche Leben nur noch gedämpft

Es war was Besonderes gewesen
doch nun konnten wir nicht mehr im anderen lesen

Haben uns gegenseitig gebissen
einander bis ins Innere zerrissen

 to be continued…

Liebe in vier Akten Teil 4 (2015)

Ein „Wir“ konnte es nicht mehr geben
denn gemeinsam konnten wir nicht leben

Du wirst es immer bleiben
der, der mir so nah und einmal mein Eigen

Der, mit dem ich hatte
so viele wunderbare Jahr´

Doch ich musste gehen
dein Herz konnte es nicht verstehen

Nur warst du schon weg
bevor ich es war
all die schmerzhaften Jahr´

The End

Egomanie (2015)

Kennst du das
solch´ Leute gefühlt krass

Schauen dich an
doch sehen dich nie

Sehen nur sich
und ihre Beklopptomanie

Quatschen dich zu
mit ihrem Bla Bla

Doch was du merkst
ist ihre Gefahr

Sind so von sich geblendet
dass du das Gespräch beendest

Drehen sich nur um sich
wie die Erde um das Licht

Wollen nichts von dir wissen
denn was fehlt, ist ein Gewissen

Es nervt dich so
diese Egomanen-Show

Ich kann dich verstehen
kann´s auch nicht mehr sehen

Wenn ich ein solch Exemplar seh`
sagt mein Herz schnell: Nu geh!“

Mädchen aus Feuer (2015)

Ich kenne so viele Mädchen
die in sich tragen
verschlossene Türen

Doch dahinter verbirgt sich ein Feuer
so kostbar und teuer
das zu erwecken sich lohnt

Sie brauchen nur jemand´
der dies erkennt
Seite an Seite mit ihnen rennt
und für sie brennt

Da draußen sind viele Mädchen
die in sich tragen ein Feuer
so kostbar und teuer

Man muss sie erkennen
ihre Talente benennen
ihnen Aufmerksamkeit schenken
damit es ihnen leicht fällt, zu denken

Da draußen sind viele Mädchen
die in sich tragen ein Feuer
wer sie nicht anerkennt
ist mir nicht geheuer

YOU and me (2015)

Ich war da für dich
doch du sahst mich nicht

Ich war da für dich
doch dich sah ich nicht

Du warst der Eine für mich
doch ich nicht die Eine für dich

Du erkanntest
ich war die Eine für dich

Doch zu spät
du warst nur noch ein Anderer für mich

Wenn das Gestern die Zukunft bedeutet (2015)

Sie stand vor ihm
flehte ihn an

Nimm mich in den Arm
lass mich nicht allein

Ich schäume über
vor Kummer und Leid

Er lachte sie aus
sagte: Sei nicht dumm!

Was gestern war, ist Vergangenheit
das geht mich nichts mehr an

Doch sie zerbrach am Gestern
und konnte nicht verstehen
warum er das nicht wollte sehen

Der Monolog-Dialog (2014 publiziert bei der Brentano-Gesellschaft)

wo war es nur – so unscheinbar
ein großes Sein – im Dunklen so klar

war es nie da – war es Illusion
war es die Lust – an großer Emotion

du wirst es nicht finden – nie wieder wird es sein
wenn du dich nicht hingibst – dem offensichtlichen Schein

gerüttelt von Frust – getrieben von Lust
rennt er wie ein Wilder – suchend umher

all die Bilder, keine Illusion – voll Glück und voll Wahrheit
diese tiefe Implosion – wo kann ich es finden

wo ist es geblieben – es war doch so nah
warum willst du nicht wahrhaben – was doch so scheinbar klar

lass mich in Ruh – hör auf mit den Lügen
gib es doch endlich zu – du weißt, es ist nichts geblieben

er rauft sich den Kopf – schlägt auf ihn ein
verliert den Verstand – und bricht in sich ein

nie wieder wird sie heimkehren – nie wieder hell scheinen
du musst es begreifen – und endlich weise sein

da wurde er ruhig – und schien zu verstehen
dass alles im Leben – wird irgendwann gehen

Die Welle (2015)

Es kam wie in Stößen
die Welle voller Furcht

Das Leben geht weiter
doch was bleibt ist Angst

Angst vorm Leben
Furcht zu geben

Gepackt von Emotionen
schwindet sie dahin

Will noch so viel erleben
doch was fehlt, ist der Sinn

Drum zieht sie los
die Welt zu erleben

Versucht das Leben zu lieben
die Liebe zu leben

Voller Mut und Ehrfurcht
doch sie bleibt allein

Niemand kann sie verstehen
deshalb muss sie vorwärts gehen

Sie zieht los
doch jeder Schritt ist voll Schmerz

Was sie braucht ist Liebe
doch was bleibt, ist ihr gebrochenes Herz

Sie will ihr altes Ich zurück
doch dies zu finden ist schwer

Denn das, was existent ist
ist einfach nichts mehr

Die Stille (2015)

Wie habe ich ersehnt
die Stille in der Nacht

Kein Geschrei mehr
Kein Lärm mehr

Ohropax war mein Freund
der mich durch die Nacht gebracht

So sehr Erlösung gewünscht
wobei sie doch so fern

Doch plötzlich ist sie da
langersehnte Stille macht sich breit

Hoffnung hat sich erfüllt
Glück mich beseelt

Kein Geschrei mehr
schon seit Tagen

Endlich Schlaf
endlich Ruhe

Da seh ich´s in der Zeitung
der Artikel in schwarz-weiß

Ehefrau von Mann erschlagen
die Nachbarn haben nichts getan

Das Leben (2015)

Nimmt der Tod
Dir ein liebes Leben

Wirst du trauern
ohne zu glauben

Du wirst verzweifeln
ohne ein Licht zu sehen

Du wirst leiden
zumeist nicht allein

Nimmt das Leben
Dir ein liebes Leben

Weil die Liebe es verpasst
Dir das Richtige zu geben

Wirst du leiden wie zuvor
doch ein Unterschied wird sein

Du bist dabei immer allein

Glück (2015)

Glück ist oft ein kurzer Moment,
eine Momentaufnahme Deines Lebens

Glück ist störrisch,
will nicht immer bei dir sein

Glück ist nicht zum Greifen nah
und deshalb auch so wunderbar

Glück ist, Deinen Weg zu gehen,
Deine Wünsche, Hoffnungen und Träume zu leben

Glück ist, in die Welt zu gehen
und dabei nicht allein zu sein

Glück ist, wenn Dich jemand wirklich kennt
und Dich trotzdem wertschätzt

Glück ist, zu lieben
ohne Dich dabei zu verlieren

Glück ist genau in diesem Moment bei Dir
auch wenn Du es vielleicht grad nicht sehen kannst

Die Seele (2015)

Wir sind nichts ohne sie
ohne Gefühl so blind

Nicht zu sehen
und trotzdem da

Strahlt sie uns an
und zieht uns in ihren Bann

Sichtbar so denkt man
in den Augen eines andern

Doch was wissen wir schon
ob sie wirklich existent

Können wir sie doch nicht greifen
und sprechen trotzdem so oft von ihr

Ist es nur ein Wunsch
dass da was in uns ist

Das weiterlebt wenn man stirbt
damit man uns nicht vergisst

Wer kann das schon sagen
doch es ist schön sie zu haben

Auch wenn es sie gar nicht wirklich gibt
ist sie doch für vieles der entscheidende Antrieb

Where is the sun? (2015)

Sun is shining
but why so shy

Where can I see the one
that everybody is talking ´bout

Someone says: Don´t you believe in me
Can´t you trust me anymore

Who, who are you
Show me your face

Tell me what you want from me
Do you want to burn me

Is it the idea of burning me alive
or do you want to give me warmth

Please tell me
what you want from me

Shall I lay down, give up
and trust in what you told me ´bout

Is it true or is it wrong
I can´t differentiate anymore

Show me the way to my soul
and the deepest heat I have ever seen

I just want to lie down
and calm myself

I don´t want to burn again
I just want to be in a safe place

Come on
don´t let me down again!

La vita é così (2015)

Se sei solo
e fa freddo

dentro il tuo cuore
non fare il pensiero

che non c´è una soluzione
Ci sono sempre alcune persone

chi te amano
e un giorno puoi vedere

il sole fuori
puoi sentire il caldo

che bisogni tanto
e vai a infatuarti del sole

Perche nella vita e sempre così
che alcuni momenti rubano il tuo respiro

pero non dimenticare
che il tempo va a sanarte

Our Generation (2015)

Es ist der Wunsch unserer Generation,
der Menschen, die alle Möglichkeiten haben

Sie wollen ankommen,
ankommen im Leben

Ankommen in der Liebe
ankommen im Job

Ankommen als Synonym
für „zur Ruhe kommen“

Ankommen, um durchzuatmen
und sich selbst zu spüren

Ankommen, um dem zu entfliehen
was uns überfordert

Scheinbar grenzenlose Möglichkeiten
um die man uns beneidet

Doch was von uns erwartet wird
nimmt man gar nicht mehr wahr

Erreichbarkeit bei Tag und Nacht
Flexibilität ohne Rücksicht auf was man hat

Der Job als Priorität
allem anderen vorangestellt

Hätte man die Generation vor uns gefragt
was hätten sie gesagt

Wäre es auch „Ankommen“ gewesen
oder ist dies nur der Charakter unserer Zeit

Dem Leben einen Ruhe-Impuls zu geben
den wir so verzweifelt suchen

Wenn die Menschen Schatten werfen (2015)

Ich sehe nach draußen
es ist Mitte März

Nur tristes Grau
keine Farbe für´s Herz

Schlägt mir auf´s Gemüt
die düstere Farbe

Will mir entziehen
jegliche Lebensgeister

Doch ich steh auf
packe mich ein

Traue mich raus
runter an den Rhein

Dort renn ich los
werd immer schneller

Merk wie mein Herz
verfärbt sich viel heller

Renne um mein Leben
doch was seh ich da

Kann es kaum glauben
ein Sonnenstrahl

Sehe die Menschen
nun mit anderen Augen

Kann ihre Schatten sehn
die sie auf den Asphalt werfen

Kann es kaum glauben
dies kurze Glück

Und weiß genau
als ich die Umrisse erblick

Wenn die Menschen Schatten werfen
ist die Welt wieder in Ordnung

La vida lo hace que quiere (2015)

Lo sabes
el pensamiento

Cuando hay un día especial
tan linda y rica

Piensas que no te puede pasar nada
y nada descarria a ti

Hay una felicidad
en tu corazón

El diá pasa
con una sonrisa en tus labios

Te vas a encontrar
con tus amigos por la noche

Te vas a hablar por horas
y tomas algunas cervezas

En el camino a tu casa
estás pensando del día

Que feliz estás
en tu vida tan rica

Te vas en tu calle
hace mucho calor

Y el aire está lleno
del humo

Miras tu casa
pero no hay nada aparte del escombro y rescoldo

Eso es
la vida hace lo que quiere

Magie (2015)

Sie berührt Dich von Außen
doch befüllt Dein Inneres

Sie ist etwas
das es scheinbar nicht gibt

Sie ist nur ein Wort
Spiegelbild einer Emotion

Sie ist da
wenn du in seine schönen Augen siehst

Ihr beisammen sitzt und redet
und die Dunkelheit nicht mehr erlebt

Sie zeigt sich
wenn du einen Fremden triffst

und diesen sofort zum Teil
deines Lebens werden lässt

Sie kennt kein Wenn & Aber
sie lässt sich nicht erzwingen

sie ist einfach nur da
um den Alltag zu durchringen

Apallisches Syndrom (2015)

Wenn ich dich anseh
kann ich nicht anders

Als mich zu fragen
was mit dir ist

Wenn ich dich anseh
steht mein Herz still

weil ich mich frag
was ich noch für dich bin

Du siehst mich nicht
erkennst nur dich

Was in dir lebt
das fühl ich nicht

Wenn ich dich anseh
schaudert´s mich

Wie kannst du leben
in dieser Trist

Ich frag mich nur
wo bist du grad

In deiner Welt
auf deinem Pfad

Wenn ich dich anseh
berührt es mich

Dass dein Leben
womöglich vorüber ist

Ich kann dich sehen
kann dich berühren

Doch wirst du mich verstehen
wenn ich zu dir sprech

Wirst du es fühlen
wenn ich dich berühr

Ich bin so weit weg
weit weg von dir

Komme nicht an dich ran
doch trägt jemand die Schuld daran

Ich fühle mich schlecht
so unbeholfen

Kann dich nicht mehr erreichen
das tut mir weh

Die 30er (2015)

Was haben wir geträumt
mit grad 18 Jahren

Gefühlt erwachsen
und so reif

Geträumt von einem Leben
mit 30 als Mutter & Ehefrau

von einer wilden Geburtstagsparty
mit all den Freunden von früher

Doch was passiert
ist der Lauf des Lebens

Freunde kommen
Freunde gehen

Die Liebe bleibt
oder wird gehen

Die Zeiten verändert
nichts mehr so klar

Wie in unseren jungen Augen
voller Träume & Pläne

Dass alles so anders kommt
wer konnte das ahnen

Eins ist klar
im Leben kann man nichts planen

Drum lass ich es sein
die Wünsche & Pläne

Und lass mich überraschen
das Leben wird schon

Die passende Geschichte verfassen
ich freu mich so sehr

Auf alles was kommt
und wenn was mal schief läuft

Meister ich es gekonnt
das Leben wird schon

Die passende Geschichte verfassen
verlier nie den Mut

Sonst wirst du es hassen
dies Leben zu leben

Es hat so viel zu geben

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